Wie schön leuchtet der Morgenstern (Bearbeitung von Albert Knapp)

1) Wie schön leuchtet der Morgenstern,
voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn
uns herrlich aufgegangen!
O guter Hirte, Davids Sohn,
mein König auf dem Himmelsthron,
du hast mein Herz umfangen:
lieblich, freundlich,
schön und prächtig, groß und mächtig, reich an Gaben,
hoch und wundervoll erhaben.

2) O Kleinod, dem kein Kleinod gleicht,
Sohn Gottes, den kein Lob erreicht,
vom Vater uns gegeben!
Mein Herz zerfließt in deinem Ruhm;
dein süßes Evangelium
ist lauter Geist und Leben.
Dich, dich will ich
ewig fassen, nimmer lassen; Brot des Lebens,
dein begehr ich nicht vergebens.

3) Gieß sehr tief in mein Herz hinein,
du Gotteslicht und Himmelsschein,
die Flamme deiner Liebe;
und stärk mich, dass ich ewig bleib,
o Herr, ein Glied an deinem Leib
in frischem Lebenstriebe.
Nach dir wallt mir
mein Gemüte, ewge Güte, bis es findet
dich, des Liebe mich entzündet.

4) Von Gott kommt mir ein Freudenlicht,
wenn mich dein heilig Angesicht
mit Freundlichkeit anblicket.
O Herr Jesu, mein trautes Gut,
dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut
mich innerlich erquicket.
Nun ich bitt dich:
Nimm mich Armen voll Erbarmen an mit Gnaden;
auf dein Wort komm ich geladen.

5) Herr Gott Vater, du starker Held,
du hast mich ewig vor der Welt
in deinem Sohn geliebet.
Dein Sohn hat sich mit mir vertraut;
mein Herz auf ihn mit Freuden schaut,
in dem mich nichts betrübet.
Preis dir, Heil mir!
Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben;
ewig soll mein Herz ihn loben.

6) Spielt unserm Gott mit Saitenklang
und lasst den süßesten Gesang
ganz freudenreich erschallen.
Ich will mit meinem Jesus heut
und morgen und in Ewigkeit
in steter Liebe wallen.
Singet, klinget,
jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren,
ihm, dem König aller Ehren.

7) Wie freu ich mich, Herr Jesu Christ,
dass du der Erst und Letzte bist,
der Anfang und das Ende!
Du, der sein Leben für mich ließ,
nimmst mich einst in dein Paradies;
drauf fass ich deine Hände.
Amen, Amen!
Komm, o Sonne, meine Wonne, bleib nicht lange,
dass ich ewig dich umfange.


Text und Melodie: Philipp Nicolai 1599
Text: Albert Knapp 1832/1841
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