O unser Gott, Beherrscher aller Lande    

1) O unser Gott, Beherrscher aller Lande,
wie Herrlich ist dein Nam' in jedem Lande!
Am Himmel strahlt stets deine Majestät.
Hoch über ihm wird stets dein Lob erhöht.

2) Der Säugling schon muss deine Vorsicht preisen,
ein schwaches Kind kann deine Kraft erweisen.
Sein zarter Mund beschämt den frechsten Feind,
der deiner Allmacht trotzt und sie verneint.

3) Wenn ich des Nachts hinauf zum Himmel schaue,
steh ich erstaunt vor diesem Wunderbaue.
Des Mondes Glanz und Lauf Und jeder Stern
verkündigt mir in dir der Welten Lauf.

4) Was ist der Mensch, dass du noch sein gedenkest,
dass du ihn suchst und als dein Kind beschenkest.
Dass er so teu'r in deinen Augen ist
und dass du, Herr, du selbst sein Vater bist?

5) Wie ist der Schmuck so heilig, der ihn krönet!
Wie hoch die Macht, womit du ihn belehnet,
vermisst er gleich für eine kurze Zeit
auf dieser Welt der Engel Herrlichkeit!

6) Du schaffest nichts, das ihm nicht dienstbar werde.
Er ist dein Bild und König auf der Erde.
Und was ihr Schoß nur immer zeugt und trägt,
das hast du unter seinen Fuß gelegt.

7) Das zahme Vieh in Triften und in Feldern,
das freie Wild, das in Gesträuch und Wäldern
durch Täler irrt und auf Gebirgen klimmt,
ist alles ihm zum Eigentum bestimmt.

8) Der Vögel Chor, der laut singt unterm Himmel,
der Fische Heer im fröhlichen Gewimmel,
selbst jeder Wurm der sichtbar kaum sich regt,
ist untertan ihm, der dein Bildnis trägt.

9) O unser Gott, Beherrscher aller Lande,
wie Herrlich ist dein Nam' in jedem Lande!
Es werde denn auch deine Majestät
verehrt so weit als Erd' und Himmel geht!

Text:
Melodie: Der Tag ist hin; mein Jesus, bei mir bleibe