Der Herre ist mein treuer Hirt    

1) Der Herre ist mein treuer Hirt
und tut mich wohl versorgen.
Darum mir gar nichts mangeln wird
am Abend und am Morgen.
Dieweil ich ihm ganz fest vertrau,
weidet er mich auf grüner Au',
führt mich zum frischen Wasser.

2) Und er erquickt mein' liebe Seel',
führt mich auf rechter Straßen,
wenn ich in Trübsal bin und Qual,
tut er mich nicht verlassen.
Um seines Namens willen gut
hält er mich stets in guter Hut,
drum sei ihm Lob gesungen.

3) Und ob ich schon im finstern Tal
wandelt in meinem Leben,
fürcht ich kein Unglück oder Fall,
denn du, Herr, tust mir geben
dein Hilf' und Beistand sicherlich,
dein Stecken und Stab trösten mich,
und tust stets für mich sorgen.

4) Du bereitetst für mich ein' Tisch
gegen mein' Feinden alle,
salbest mein Haupt mit Öle frisch,
und dazu allenthalben
schenkest du mir allzeit voll ein,
Genad', Lieb' und auch die Treue dein
tust mir, Gott, erzeigen.

5) Gutes und dein' Barmherzigkeit
allhier auf dieser Erden
mein Leben lang zu Trost und Freud'
mir treulich folgen werden,
und werde bleiben ohn' Gefahr
im Haus des Herren immerdar,
zu preisen meinen Schöpfen.

Text:
Melodie: Unbekannt